Kurzbericht zur Buchvernissage vom 25. November 2014

Im Juni 2012 fand eine zweitägige internationale Tagung an der STH Basel statt, in der die Hochschule ihre Verbundenheit mit der Stadt Basel, der umliegenden Region und den Anliegen der Reformation bekundete:
 
„Basel als Zentrum des geistigen Austauschs in der frühen Reformationszeit“
 
Im August dieses Jahres ist unter demselben Titel der Tagungsband erschienen, herausgegeben von den drei Veranstaltern der Tagung, Prof. Dr. Berndt Hamm, Kirchengeschichte, Erlangen/Ulm, Prof. Dr. Sven Grosse, Kirchengeschichte, STH Basel, und Frau Dr. Christine Christ-von Wedel, freier Historikerin in Basel.
 
Der Verlag, Mohr/Siebeck in Tübingen, einer der angesehensten deutschen Wissenschaftsverlage, und die STH Basel haben am 24. November 2014 dieses Buch im Stadthaus Basel in einer feierlichen Buchvernissage der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Stadthaus Basel ist offizieller Sitz der Bürgergemeinde Basel, die für die Stadt Basel wichtige bürgerliche und soziale Aufgaben wahrnimmt. Die Bürgergemeinde Basel war bei der Vernissage durch ihren Präsidenten, Prof. Dr. Leonhardt Burckhart, Universität Basel, vertreten. Weitere Ehrengäste waren der Rektor der STH Basel, Prof. Dr. Jacob Thiessen, und der Vize-Rektor der Universität Basel, Prof. Dr. Maarten Hoenen. Darüber hinaus waren weitere Dozenten und  Professoren der STH Basel und der Universität Basel zugegen.
 
Die drei Herausgeber stellen das Buch in kurzen Ansprachen vor: Berndt Hamm sprach über die im 15. und frühen 16. Jahrhundert besonders kreative Region Oberrhein, in der Basel mit dem Elsass eine Einheit bildete. Frau Christ-von Wedel gab dann Erläuterungen über die Musik dieser Zeit und wie sich die reformatorischen Ideen des Erasmus von Rotterdam auf sie auswirkten. Passend wurden die Vorträge umrahmt von Musik aus dem 16. Jahrhundert, die Ziv Braha und Alexandra Polin von der Schule für Alte Musik Basel auf Laute und Gambe vortrugen.
 
Sven Grosse hob die Bedeutung besonderer geistiger Orte hervor, so wie Basel einer war und ist:
„Es hängt von geistigen Orten ab, dass etwas Bestimmtes geschieht – so auch das Zustandekommen der Tagung, die mit diesem Band dokumentiert ist und die im Juni 2012 an der STH Basel stattfand. So auch diese Buchvernissage, die hier im Stadthaus stattfindet und die uns die Bürgergemeinde Basel gewährt. Theologisches Engagement heute verknüpft sich so mit theologischem Engagement damals in der Reformation; bürgerliches Engagement heute verknüpft sich mit bürgerlichem Engagement der Basler damals im 16. Jahrhundert.“
 
Auf das Anliegen, das die STH Basel mit diesem Tagungsband hat, wies er mit folgenden Worten hin:
„Medien wie das gedruckte Buch und der handgeschriebene Brief verbinden Menschen; Ideen setzen Menschen in Bewegung. Einsichten des Glaubens, erneuerte, vertiefte Einsichten und Erfahrungen des christlichen Glaubens prägen die Kultur und verändern die Geschichte. Das können wir konkret beobachten und nachzeichnen, und das ist auch etwas, das dieses Buch tut. Basel als Zentrum des geistigen Austauschs in der frühen Reformationszeit, das ist auch ein Spiegelbild und ein Anstoss für das Basel von heute.“
 
Auf die Ansprachen folgte ein Apéro, um den sich Studierende der STH Basel gemeinsam mit Frau Schott und Frau Backlund gekümmert hatten.