Studienplatz Basel - Religiöses Basel
Kirchengeschichtliche Bedeutung Basels1516 ermöglicht die Buchdruckerkunst, heimisch seit dem 15. Jahrhundert, dem Humanisten Erasmus von Rotterdam die Herausgabe des Neuen Testaments im giechischen Grundtext, die für Luthers Bibelübersetzung von Bedeutung ist. Der Zürcher Reformator Huldrych Zwingli lebt zeitweilig während seiner Schul- und Studienzeit in Basel. Auch der Reformator Johannes Oekolampad (Quellenstudium und Jesaja-Vorlesungen) wirkt in Basel. 1529 wird in Basel die Reformation eingeführt. 1536 veröffentlicht hier Johannes Calvin die erste Auflage seines dogmatischen Werkes „CHRISTIANAE RELIGIONIS INSTITUTIO“. 1681 nimmt Basel viele von Ludwig XIV. vertriebene Hugenottenflüchtlinge auf, die durch ihre Glaubens- und Lebenshaltung sowie auch ihre wirtschaftlichen Kenntnisse der Stadt zum Segen werden. 1740 bringt der Pietismus neues Leben in die Kirche. Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf hält sich mehrmals in Basel auf. Hieronymus Annoni predigt in Muttenz (ab 1746). 1780 wird die „Deutsche Christentumsgesellschaft“ gegründet (1801 Berufung Christian Friedrich Spittlers zu ihrem Sekretär). Entstehung vieler missionarischer und diakonischer Werke. 1850-1900: Mehrere freikirchliche Gemeinden entstehen. 1897: Erster Zionistenkongress in Basel („In Basel habe ich den Judenstaat gegründet“, Theodor Herzl).
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