Portrait - Bekenntnis zur Heiligen Schrift
Das Bekenntnis der STH Basel zur Heiligen Schrift gründet im Selbstzeugnis der Bibel. Gottes Offenbarung „im Fleisch“ bleibt ein unergründliches Geheimnis (Joh 1,14; 1. Tim 3,16; 2. Tim 3,16). Die Mitglieder der Organe und des Lehrkörpers bezeugen die geistgewirkte Einheit und Wahrheit der Heiligen Schrift. Sie verzichten deshalb auf Sachkritik an der Bibel. Offenen Fragen begegnen sie mit Respekt und Zurückhaltung. Sie suchen das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Bibel zu fördern und die gegen sie vorgebrachten Argumente zu entkräften. Ihre tiefste Beglaubigung trägt die Heilige Schrift jedoch in sich selbst, und ihre Autorität kann nicht auf vernünftige Schlussfolgerungen gegründet werden, sondern setzt sich selbst kraft des Zeugnisses des Heiligen Geistes durch (Johannes Calvin). „Eher verlässt die Natur ihren Lauf, als dass das Wort Gottes nicht erfüllt werde und bestehen bleibe“ (Huldrych Zwingli). Die Freiheit von Forschung und Lehre wird durch diesen Standpunkt nicht berührt, denn wie bei allen Wissenschaften gehören auch zur theologischen Erkenntnis axiomatische Voraussetzungen. Geist und Methoden der Theologie sollen dem Selbstzeugnis der Heiligen Schrift entsprechen, denn die wahre Methode ist „das Tun der Sache selbst" (Gadamer). Evangelische Theologie beugt sich dem Wissen, dass sie menschlich-perspektivisch ist. Denn „wir irren alle mannigfaltig"; unsere Erkenntnis bleibt „Stückwerk" und der Liebe untergeordnet (1. Kor 13,12-13; Jak 3,2). Vgl. Leitbild der STH Basel |