Philosophie-Studientatgung 2010Möglichkeit und Aufgabe christlichen Philosophierens Einführende Überlegungen zu der Gesamtthematik der Tagung Fides quaerens intellectum – dieser Satz läßt sich nach zwei Richtungen hin verstehen. Zunächst selbstreflexiv im Sinne einer rationalen Erhellung und Verantwortung des Glaubens. Darüber hinaus sucht der Glaube aber auch die Welt, in der er lebt, in ihrem Facettenreichtum zu verstehen und aus seiner Sicht zu deuten. Wer von christlicher Philosophie spricht, bezieht sich in der Regel auf diesen zweiten Aspekt, den Weltaspekt. Damit ist christliche Philosophie jedoch einer der mannigfachen Spieler auf dem Feld philosophischen Denkens. Sie unterscheidet sich hinsichtlich ihres Ausgangspunktes im Glauben. Im Hinblick auf die gemeinsame menschliche Erfahrungswirklichkeit sucht sie aber das Gespräch mit konkurrierenden Interpretationen. Da philosophisches Denken immer unter dem Vorzeichen der Vorläufigkeit steht, kann man, streng genommen, auch nicht von der (wahren) christlichen Philosophie sprechen, sondern besser von einer Berufung zum christlichen Philosophieren. Die Tagung unternimmt es, die Möglichkeiten und Aufgabenstellungen solchen christlichen Philosophierens in der Auseinandersetzung mit Klassikern des philosophischen und theologischen Denkens und mit Denkern des 20. Jahrhunderts zu durchmessen.
Tagungsort: STH Basel, Hörsäle I und II, Mühlestiegrain 50, CH-–4125 Riehen/Basel Freitag, 17. September 2010 14:00 h Empfang 14:30 h Eröffnungsvortrag: Prof. Dr. Gianfranco Schultz 15:00 h Referat Zur Begründung des metaphysischen Denkens bei Platon: Prof. Dr. Emil Angehrn. Koreferat: Prof. Dr. Sven Grosse 16:00–16:30 h Pause 16:30 h Referat Wein und Wasser. Des Thomas von Aquin Verhältnisbestimmung von Theologie und Philosophie: Prof. Dr. Hans-Christian Schmidbaur. Koreferat: Prof. Dr. Sven Grosse 17:30 h Referat ‚Wer ohne Gefahr philosophieren will, muss zuvor in Christus zum Toren werden.‘ Zu Luthers Umgang mit der Philosophie: Prof. Dr. Theodor Dieter. Koreferat: Prof. Dr. Werner Neuer 18:15 h voraussichtliches Ende | Samstag, 18. September 2010 09:30 h Referat „Reformed Epistemology“ (Reformierte Erkenntnistheorie – Dooyeweerd, Plantinga, Woltersdorf): Prof. Dr. Gianfranco Schultz. Koreferat: Dr. Johannes Corrodi 10:30 h Referat Der gefragte Mensch – Bemerkungen zur philosophischen und theologischen Anthropologie im Anschluss an Herman Dooyeweerd und Karl Heim: Dr. Johannes Schick. Koreferat: Prof. Dr. Theodor Dieter 11:15–14:00 h Mittagspause 14:00 h Referat Was kann christliche Theologie mit Wittgenstein anfangen?: Dr. Andreas Hunziker. Koreferat: Prof. Dr. Gianfranco Schultz 15:00 h Referat Adolf Schlatter als Philosoph: Prof. Dr. Werner Neuer. Koreferat: Prof. Dr. Gianfranco Schultz 16:00 h Abschlussüberlegungen: Prof. Dr. Sven Grosse 16:30 h voraussichtliches Ende
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Anmeldung Einladung Plakat Weitere Informationen: Dr. Stefan Schweyer (Tel. +41 61 646 80 84, E-Mail:
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