Aktuelle Publikationen der Professoren und Dozenten

Sven Grosse | Harald Seubert (Hrsg.)
RADICAL ORTHODOXY
Eine Herausforderung für Christentum und Theologie nach der Säkularisierung


Die von John Milbank und seinem Umkreis vor etwa 25 Jahren begründete Radical-Orthodoxy-Bewegung bestreitet die unhinterfragten Dogmen der Säkularisierung: Sie geht davon aus, dass die Theologie Erste Wissenschaft ist und mit der Philosophie eine Einheit bildet. Diese Einheit sei schon durch die scotistisch-nominalistische Wende zerstört worden. Unter den Auswirkungen steht auch der Kantianismus. Dieser Prozess sei aber keineswegs so unabänderlich, wie der intellektuelle Mainstream behaupte.
Aus diesem Ansatz ging eine umfassende intellektuelle Bewegung hervor, die von der Metaphysik bis zur Sozialphilosophie reicht und in der angelsächsischen Welt stark rezipiert wurde. In Deutschland wird dagegen mit diesem Sammelband die Radical Orthodoxy erstmals als herausfordernde Alternative zur Säkularisierung diskutiert: in Innen- und Außenperspektive, Zustimmung und Kritik.
Mit Beiträgen von Johannes Corrodi, Sven Grosse, Achim Lohmar, John Milbank, Adrian Pabst, Christoph Schneider, ...

Jacob Thiessen
Schöpfung und Menschenwürde – Grundlegende exegetische Ansätze zu Ehe und Homosexualität.

Immer wieder gibt es Diskussionen und Auseinandersetzungen über Ehe, Scheidung und Wiederheirat aus biblischer Sicht sowie über
die Haltung der Bibel zur Homosexualität.
Der Autor zeigt, dass nur eine sorgfältige Exegese der biblischen Schlüsseltexte zu verlässlichen und verantwortbaren Antworten führen kann.
Dieses Buch bietet Rüstzeug zur Klärung wichtiger ethischer Fragen und Handlungsempfehlungen in der Gemeinde sowie im persönlichen Leben.

Christine Christ-von Wedel und Prof. Dr. Sven Grosse (Hg.)
Auslegung und Hermeneutik der Bibel in der Reformationszeit

Die Bedeutung der Bibel für die Reformation ist unbestritten. Dieser Band erschliesst Auslegung und Hermeneutik der Bibel in der Reformationszeit anhand mehrerer Querschnitte. Er geht auf die Wittenberger Reformatoren ein (Luther, Melanchthon), auf die Reformierten (u.a. Bullinger, Calvin, hier wird auch Bucer eingeschlossen), aber auch auf Querverbindungen: zu Erasmus, den Täufern und der christlichen Rezeption jüdischer Bibelauslegung.
Christine Christ-von Wedel, Universitäten Zürich/Basel, Schweiz und Sven Grosse, STH Basel, Schweiz.
E-Book kostenfrei zum Download.

Band 19

Jacob Thiessen
Die umstrittenen Paulusbriefe – Abschriften und Fälschungen? Intertextuelle, literarkritische und theologische Studien.
Mit zwei Beiträgen von Rüdiger Fuchs
 
In die Frage nach der Authentizität der umstrittenen Paulusbriefe ist in den letzten Jahren Bewegung gekommen. Es wurde überzeugend gezeigt, dass zumindest einzelne dieser Briefe kaum als nachpaulinische «Fälschungen» verstanden werden können. Die vorliegende Studie untersucht nicht nur detailliert die Argumente gegen die Echtheit aller umstrittenen Paulusbriefe, sondern legt auch dar, dass diese insgesamt besser als Teil des «echten» Paulus zu verstehen sind. Die intertextuellen und theologischen Studien innerhalb der Paulusbriefe helfen zudem, eine breitere Sicht der paulinischen  «Theologie» zu gewinnen. 
Die Autoren:
Dr. theol. Jacob Thiessen ist Professor für Neues Testament an der STH Basel.
Rüdiger Fuchs ist Pastor der Evangelisch-lutherischen Kirche von Schleswig-Holstein.

Jacob Thiessen (Hg.)
Das antike Judentum und die Paulusexegese
Mit Beiträgen von Jörg Frey, Günter Stemberger und Jacob Thiessen

Die neuere Paulusauslegung ist durch die Diskussionen um die Neue Paulusperspektive geprägt. Damit verbindet sich die Frage, wie der Apostel im Rahmen des zeitgenössischen Judentums zu verstehen ist und welche Aspekte des rabbinischen Judentums für das Verständnis der paulinischen Theologie bedeutsam sind. In zwei Beiträgen zum rabbinischen Judentum tritt Günter Stemberger dem christlichen Klischee entgegen, das Judentum sei eine Lohn- und Leistungsreligion, von dem sich der christliche Glaube dann wesentlich abhebe. Er legt dar, dass auch nach Auffassung der Rabbinen «Lohn» nicht erworben, sondern nur von Gott «angerechnet» wird. Für die Rabbinen ist die Halakha der Weg, der das ganze Leben des Menschen umfasst, doch ist die Tora mehr als Gesetz. Wesentlich ist das umfassende Bewusstsein, von Gott gefordert zu sein und auf die Erwählung in einem der Tora gemäßen Leben antworten zu können. Dies aber ist nur möglich in stetem Vertrauen auf Gott; so ist der Glaube an ihn Grundlage allen religiösen Tuns. Der Neutestamentler Jörg Frey fragt in seinem Beitrag «Der Jude Paulus und der Nomos» nach der Stellung des Apostels im Judentum seiner Zeit. Anhand der Erörterung der Bedeutung der Tora im Pharisäismus und im Diasporajudentum fragt er anhand konkreter Texte, wie Paulus zu der fundamentalen soteriologischen Relativierung von Beschneidung und Gesetz «in Christus» kommen konnte. Schließlich erörtert Jacob Thiessen in seinem Beitrag «Die Rechtfertigung aus Glauben und der Lohngedanke» die Bedeutung und Tragweite der Rede von Endgericht und Lohn angesichts der Botschaft von der Rechtfertigung aus Glauben.

Band 17

Jürg H. Buchegger / Stefan Schweyer (Hg.)
Christozentrik
Festschrift zur Emeritierung von Armin Mauerhofer

Der Titel «Christozentrik» – Jesus Christus im Zentrum – markiert das Grundanliegen von Armin Mauerhofer, der 2016 nach 30-jähriger Lehrtätigkeit an der STH Basel emeritiert wird. Die Beiträge reflektieren und vertiefen dieses Anliegen aus hermeneutischen, soteriologischen, homiletischen und gemeindepraktischen Perspektiven. Sie zeigen die bleibende Aktualität einer christozentrischen Theologie und würdigen damit Mauerhofers vielfältiges Wirken in der akademischen und kirchlichen Praxis.

Dr. Jürg H. Buchegger ist Prorektor und Dozent für Praktische Theologie an der STH Basel
Dr. Stefan Schweyer ist Dozent für Praktische Theologie an der STH Basel

Band 16

Stefan Schweyer (Hg.)
Gemeinsam singen im Gottesdienst
Empirische und theologische Reflexionen

Das gemeinsame Singen bildet ein zentrales Element der gottesdienstlichen Feiern in christlichen Kirchen und Gemeinschaften. Landes- und freikirchliche Expertinnen und Experten beleuchten diesen Phänomen aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven. Sie vermitteln detaillierte empirische Einblicke sowie theologische und musikwissenschaftliche Einsichten zum gottesdienstlichen Singen und leisten damit einen Beitrag zur reflektierten Förderung des Gemeindegesangs.

Band 15

Herbert Klement
Gott erkennen, Menschen verstehen
Alttestamentliche Linien zur Lehre von Gott und zur Anthropologie

Jesus hat nach den Evangelien die Botschaft des Alten Testamentes zusammengefasst im Doppelgebot der Liebe. Die Gestalt der Gottes- und der Nächstenbeziehung ist jeweils ein zentrales theologisches Anliegen der ganzen christlichen Bibel. Darum ging es in dem hier veröffentlichten Vortrag anlässlich der Emeritierung in Basel. Er wird zugänglich gemacht zusammen mit drei Aufsätzen, die die dort erörterten Einsichten thematisch ergänzen. Die Publikation ist mit der Hoffnung verbunden, dass sie etwas dazu beiträgt, Gott besser zu erkennen und Menschen besser zu verstehen.

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Band 14

Thomas Eggenberg 
Kirche als Zeichen des Reiches Gottes
Eine Studie zur Bedeutung des Reiches Gottes für die Kirche in Auseinandersetzung mit Küng, Moltmann, Pannenberg und Hauerwas

Welche Bedeutung hat das Reich Gottes für die Lehre der Kirche? Zur Beantwortung dieser Frage werden die Ekklesiologien von Hans Küng, Jürgen Moltmann, Wolfhart Pannenberg und Stanley Hauerwas analysiert. Im Gespräch mit diesen Theologen und im Rückgriff auf biblische Theologie wird ein Reich-Gottes-Konzept entwickelt. Daraus werden Folgerungen abgeleitet für eine Lehre der Kirche, welche sich am Reich Gottes orientiert.

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Harald Seubert (Hg.) unter Mitarbeit von Werner Neuer
Adolf Schlatter: Das Verhältnis von Theologie und Philosophie
Einführung in die Theologie Franz von Baaders

Der bedeutende Exeget und Systematiker Adolf Schlatter (1852-1938) hat in seinem Frühwerk tiefgründig und eigenständig über das Verhältnis von Theologie und Philosophie, Glaube und Vernunft nachgedacht.
Ausgehend von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem katholischen Philosophen Franz von Baader (1765-1841) entwickelt er in dem hier veröffentlichten Nachlasstext eine klare und knappe Auseinandersetzung mit der gesamten neuzeitlichen Philosophie. Sie ist zugleich ein überraschend frischer und aktueller Beitrag zu den Grundlagen ökumenischer Verständigung.
Der Leser lernt Schlatter von einer neuen, unerwarteten Seite kennen und wird zugleich Zeuge eines theologischen Ansatzes, der alles andere als überholt ist.

Harald Seubert
Philosophie - Was sie ist und sein kann

Unzeitgemäße Gedanken über die Erste Wissenschaft
Aristoteles bestimmte die Philosophie als Erste Wissenschaft. Kann sie diesem hohen, in ihrem Selbstverständnis angelegten Anspruch heute überhaupt noch gerecht werden? Es ist offensichtlich, dass auch die Philosophie längst Spezialisierungen erfahren hat, dass sich ihre verschiedenen Richtungen manchmal bis zur Gesprächslosigkeit voneinander getrennt haben und dass sie auf einzelwissenschaftliche Resultate und Interdisziplinarität angewiesen ist, um über die Welt reflektieren zu können.
Dennoch, so die These von Harald Seubert, bleibt es ihre Aufgabe, hinter die Methoden einzelner Wissenschaften und die Fixierungen von Welterklärungen zurückzufragen. Philosophie wird ihre Kraft erreichen, wo sie Systematik und ideengeschichtliche Orientierung verbindet und zum «großen Gespräch zwischen den Lebenden und den Toten» (Marc Bloch) wird. Konkret zeigt sich das in den großen philosophischen Fragen: der Frage nach der Wahrheit, nach der Freiheit und dem Sinn von Sein. Harald Seubert plädiert für einen weiten und zugleich unterscheidungsstarken Philosophiebegriff. Dabei behandelt er auch neue Fragestellungen und Herausforderungen, die sich der Philosophie heute stellen – etwa in ihrem Verhältnis zur Kunst, zu Natur und Technik und zur Vielfalt der Kulturen.

ISBN 978-3-7965-3436-2

Manfred Riedel | Harald Seubert
Einführung in die Philosophie

Das Studienbuch führt auf der Basis jahrzehntelanger Lehrtätigkeit der Autoren in Philosophie und Philosophieren ein.
Philosophie fragt seit jeher und bis heute nach Wahrheit, dem Guten, der Freiheit und dem Sinn von Sein.
Einzelne untergeordnete Methoden und Disziplinen wie Dialektik, Ethik, Politik und Metaphysik konstituieren sich aus diesen Fragen.
Die Autoren behandeln die Grundfragen und -probleme der Philosophie verständ-
lich und souverän. Sie verdeutlichen den eigenen Charakter der Liebe zur Wissen-
schaft im Verhältnis zu Weltanschauungen und den Einzelwissenschaften.
Die Einführung will Philosophie nicht nur als Wissenschaft unter anderen zeigen, sondern versteht sie mit Aristoteles als Erste und Allgemeine Wissenschaft.

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Stefan Schweyer | Lea Schweyer
Sterben wir, so sterben wir dem Herrn
Bestattung und Trauerfeier aus christlicher Sicht

Unter dem Titel «Sterben wir, so sterben wir dem Herrn» hat Dr. Stefan Schweyer, Dozent für Praktische Theologie an der STH Basel, gemeinsam mit seiner Frau lic. theol. Lea Schweyer, Heimseelsorgerin im Feierabend- und Pflegeheim 
St. Chrischona, ein Buch über das Thema «Bestattung und Trauerfeier aus 
christlicher Sicht» vorgelegt. In der Ankündigung des Buches heisst es dazu:
«Es lohnt sich, solche Themen nicht an zweckrationalen und ökonomischen Faktoren auszurichten, sondern an biblischen Grundlagen.»

Die ausführlichen Publikationslisten finden Sie auf den
Seiten der Professoren und Dozenten.